Speedy-Prozess in Kleve: Update

Wie ist der Stand der Dinge zum 16. März 2018?

Nach etwa 30 Zeugenaussagen deren Inhalt eigentlich zum gleichen Ergebnis führt (angebl. Wucher, Nötigung, Sachbeschädigung) will man sich an Anraten der Verteidigung nun darauf einigen, auf weitere Zeugenaussagen diesbezüglich zu verzichten, da „nichts Neues“ zu erwarten sei.

Bezüglich dieser Anschuldigungen trat zwischenzeitlich eine Gutachterin auf, die mehrere Türöffnungen bezüglich Preis und Vorgehen untersuchen sollte. Diese gab an das etwa bei einem Drittel der von ihr begutachteten Wucher-Fälle der Preis in Ordnung gewesen sei, bei einem weiteren Drittel sei der Preis zu Hoch und bei wiederum einem Drittel hätte sie – die Gutachterin – die Notöffnung anders vorgenomen und kein Material dabei zerstört.

Gutachten lässt Anklage „alt aussehen“

Einer der Verteidiger fragte die Gutachterin dann, wie oft sie selbst eigentlich schon Türnotöffnungen vollzogen habe? Antwort der Gutachterin: Keine. Dafür habe sie ihre Angestellten.

Immer wieder kommt es bei Gericht vor das jemand über etwas ein Gutachten erstellt, von dem er keinerlei praktische Erfahrung hat. So wohl auch hier wieder geschehen. Klar, das die Verteidigung hier eingreifen wird. Dies wird spätestens in weiteren Instanzen eine gewaltige Rolle spielen.

Das Gericht will erst in einigen Wochen weiter verhandeln. Mal sehen, wie das weiter geht.

 

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